Dienstag, 14. Mai 2013

Servierttentechnik mit Bildern von Graphics Fairy

Mittlerweile ist Graphics Fairy kein Geheimtip mehr.
Doch irgendwie ist es immer noch ein kleines Geheimnis, wie man die hübschen Bilder am Besten auf die Sachen bekommen, wo man sie haben will.
Klar gibt es Tutorials, u.a. auch direkt auf GF zusammen getragen, doch die meisten sind für Amerikaner. Soll heißen, dass die ganzen Produkte, die dort genannt werden (angefangen beim Papier), es hier bei uns in DE nicht gibt.

Mich juckt es schon lange in den Fingern Servierttentechnik auszuprobieren. Also habe ich mich in einige Tutorials eingelesen und ausprobiert.

Grundsäztlich braucht ihr 
Drucker  (Ich habe einen Laserdrucker verwendet)
Papier   (welches seht ihr gleich)
Schere
Motiv
Objekt
Servierttentechnikkleber (sog. Mod Podge)
Pinsel

In meinem Fall wollte ich Blumentöpfe verschönern, die ich vorher angemalt habe.




1. Transparentpapier / Architektenpapier

Ich habe mein Motiv auf  112g/m² schweres Transparentpapier gedruckt, trocken lassen & ausgeschnitten.

Dann habe ich begonnen die bedruckte Seite mit Kleber zu bestreichen -> FEHLER!!!! Die Tinte ist sofort verwischt

Versuch Nr. 2: Diesmal habe ich mein Objekt mit Kleber bestrichen und das T-Papier mit der bedruckten Seite darauf gelegt & erneut von der Bildmitte nach außen hin Kleber verteilt.



Man sieht/spührt leider deutlich den Papierumriss, was ich darauf zurückführe, dass das Papier recht dick ist. Leider hat sich das Papier auch an einigen Stellen gewellt, ohne dass ich das irgendwie korrigieren/verhindern konnte. Super finde ich, dass man den Kleber nicht gesehen hat, was aber nur an der weißen/matten Untergrundfarbe liegt.

=> Insgesamt finde ich das Ergebnis nicht wirklich überzeugend und habe es wieder abgezogen. Das ging überraschend einfach & ohne Rückstände, da nicht vollständig getrocknet!


2. normales Kopierpapier

Den Platz für mein Motiv auf dem zweiten Topf habe ich ebenfalls vorher mit Kleber bestrichen bevor ich mein bedrucktes Papier (80g/m²) mittig drauf gelegt habe.


Das war wie man deutlich sehen kann eine blöde Idee, denn man erkennt sehr gut die Klebefläche.
Merke: Bei "bunter" Untergrundfarbe den Kleber nicht auf das Objekt auftragen bzw. wenn dann komplett!

Versuch Nr. 2. sieht schon besser aus (obwohl es bei weiß egal gewesen wäre):



Hier habe ich die bedruckte Seite des Papiers mit Kleber bestrichen  (kein Verwischen der Tinte) und mittig aufgelegt.
Merke: Man hat hier nur einen Versuch, denn sobald der Kleber das Objekt berührt, bleibt auch die Tinte haften!

ACHTUNG: Bei beiden Tests habe ich KEINE eine Schicht Kleber auf dem Papier (unbedruckte Seite) aufgetragen!!!

Beide Töpfe durften über Nacht trocknen.

Dann habe ich beide Papiere vorsichtig mit einem Schwann angefeuchtet und begonnen mit dem Finger die überschüssige Schicht Papier runter zu rubbeln. Hier das Ergebnis...



Überzeugt nicht wirklich!!! Dabei habe ich noch nicht einmal besonders fest gerieben. Ich wollte einfach diese feinen Papierfasern noch entfernen, die übrig waren.
Bei dem weißen Topf war es noch viel schlimmer. Hier hatte ich das Motiv vorher nicht ausgeschnitten sondern lediglich einen breiten Streifen. Als ich dann angefangen habe das Papier zu entfernen, habe ich einen längeres Stück unbedrucktes Papier abgezogen und damit gleich das halbe Motiv inkl. Kleber. Obwohl es über Nacht getrocknet ist, konnte ich alles in einem Rutsch abziehen wie ein Pflaster bzw. Wachsstreifen.

=> Ich kann mit dieser Methode nichts anfangen, denn man kann schnell alles kaputt machen
P.S. Den grauen Topf habe ich jetzt nochmal überstrichen.


3. Butterbrotpapier

Da das ja mit dem Transparentpapier eigentlich recht gut geklappt hat, habe ich noch einen dritten Test gewagt mit Butterbrotpapier von der Rolle. Dieses ist wesentlich dünner als mein TP, doch leider erfordert es mehr Aufwand.

(Rückseite Kopierpapier)

Ich habe das BP zugeschnitten und mit Hilfe von Masking Tape (da einfach abzulösen) an einem normalen DinA4 Kopierpapier befestigt. Darauf habe ich nun mein Motiv gedruckt. Das hat einige Anläufe gebraucht, denn mein Drucker hat das Papier erst zu spät oder gar nicht eingezogen. Geholfen hat am Ende, die Luft zwischen beiden Papieren etwas raus zu drücken, damit der Drucker es auch wirklich greifen konnte.

Das Motiv habe ich wieder ausgeschnitten und einen schmalen Streifen Kleber auf mein Objekt aufgetragen. Dann habe ich meinen Zuschnitt mit der bedruckten Seite mittig drauf gelegt und mich dann zu den Seiten hin vorgearbeitet: Bisschen Kleber aufs Objekt & ein Stückchen BP drauf gedrückt, usw. So konnte ich sicher sein, dass ich nicht zu viel klebe.
Nachdem das BP befestigt wurde bin ich mit noch einer Schicht Kleber darüber und etwas über die Kanten.





Leider hat es sich das BP ebenfalls gewellt & Blasen gebildet ohne, dass ich das verhindern konnte. Doch hier sieht man die Übergänge zwischen Papier & Objekt kaum, was aber auch an den zwei farbigen/unruhigen Hintergrund liegen kann.

Bei allen Tests bin ich bisher recht sparsam mit dem Kleber gewesen. Bei diesem Test/Topf hier allerdings nicht.


Man sieht zwar kaum einen Unterschied aber es sind doch weniger Blasen & Wellen auf dem Motiv. Da ich sie mit Hilfe von ordentlich Kleber und meinen Fingern herausgestrichen habe. Bei diesem Test habe ich den kompletten Topf großzügig mit Kleber bestrichen. Also auch die Stellen ohne Papier.

Ich denke das wird für mich die Lösung sein:
Butterbrotpapier mit viel Kleber




Leider gilt das nicht für den grauen Topf.... *grummel*


Also wieder übermalt & extra Servierten gekauft, deren Hintergrund besser zu grau passt! 

Hier mein nun vollendetes Werk:

et voilà




Leider muss ich sagen, dass es im Nachhinein eine blöde Idee war meine Kräuter direkt in die gestalteten Töpfe zu pflanzen. Denn durch das Gießwasser bzw. der Ton der dieses aufsaugt hat sich Farbe an manchen Stellen geändert, auch beim Aufdruck.
Naja egal... soll ja shabby aussehen :oP





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